Putin kritisiert Gas-Erklärung zwischen EU und Ukraine
Moskau - Nach den Energiegesprächen zwischen der EU und der Ukraine in Brüssel hat der russische Regierungschef Wladimir Putin mit Konsequenzen für das Verhältnis seines Landes zur EU gedroht. "Falls Russlands Interessen ignoriert werden, sehen wir uns gezwungen, die Grundlagen unserer Beziehungen zu prüfen", sagte Putin am Montag nach Angaben der Agentur Interfax in der Schwarzmeer-Stadt Sotschi. Zwar wolle Moskau kein schlechteres Verhältnis zur EU. Es sei aber "unseriös" gewesen, Russland nicht an der Formulierung eines Abkommens zwischen der EU und der Ukraine zu beteiligen.
Brüssel und Kiew hatten am Montag neun Wochen nach dem Ende der jüngsten Gas-Versorgungskrise eine Erklärung unterzeichnet, die auf die Gründung eines unabhängigen Gasnetz-Betreibers abzielt. EU-Vertreter betonten danach, dies ändere jedoch nichts an Russlands Bedeutung für Europas Gasversorgung.
Putin nannte es "sinnlos", sich um den Ausbau von Energietransport unter Ausschluss des Lieferanten zu bemühen. "Wir möchten gehört werden." Russland sei zur konstruktiven Zusammenarbeit mit seinen Partnern bereit und unterhalte zu den meisten der Energieunternehmen in Europa gute Geschäftsbeziehungen. "Wir kaufen in Europa Gastransport-Ausrüstung für 26 Milliarden US-Dollar", sagte der Ex- Kremlchef.
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