Problem mit Werbe-E-Mails wird sich noch verschärfen
dpa | 26.05.2003
Köln (dpa) - Das Problem unerwünschter Werbe-E-Mails (SPAM) wird
sich nach Auffassung der deutschen Internetwirtschaft in den
kommenden Monaten und Jahren noch verschärfen. Jüngstes Beispiel für
die steigende kriminelle Energie der SPAM-Versender seien zum
Beispiel 0190er-Dialer, die sich wie Viren ausbreiteten und hohe
Kosten bei den Empfängern verursachten, teilte der Verband der
deutschen Internetwirtschaft eco am Montag in Köln mit. Weitere
Gefahrenpotenziale bestünden auch bei mobilen Geräten wie Handys und
Taschen-PC. Dort wachse die Spam-Gefahr, je leistungsfähiger die
Geräte werden und je besser dessen Internet-Zugang sei.
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Um künftig besser gegen die Flut von Spam-Mails vorgehen zu
können, habe der Verband eine "Task Force" gegründet. Die
Arbeitsgruppe will einen runden Tisch organisieren, an dem die
Internet-Service-Anbieter ein künftiges gemeinsames Vorgehen
festlegen sollen.
Insgesamt 90 Prozent der unerwünschten Werbeflut lasse sich nach Einschätzung des Verbands allein über technische Filter blockieren. Bei Filtern, die nach bestimmten Stichworten die elektronische Post aussortieren, stelle sich allerdings die Frage, wer einzelne Mails als unerwünschte Post klassifiziert. Neben einer besseren Aufklärung der Verbraucher müsse die Ursachenbekämpfung auch in den USA vorangetrieben werden. Von dort kommt eco zufolge mehr als die Hälfte der Spam-Mails. Der Verband geht davon aus, dass die amerikanische Gesetzgebung dem Spam-Versand künftig nach den Vorbild des Bundesstaates Virginia "einen Riegel vorschieben" werde. Dort droht Spam-Versendern eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren.
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