Presse: RWE verhandelt mit polnischem Gasversorger über Kraftwerksbau
dpa
Warschau (dpa-AFX) - Der Energiekonzern RWE verhandelt einem Pressebericht zufolge mit dem polnischen Gas- und Ölvorsorger PGNiG über den Bau zweier Kraftwerksblöcke. Wie die polnische Wirtschaftszeitung "Parkiet" (Dienstagausgabe) ohne Nennung von Quellen schreibt, soll jeder Block eine Produktionskapazität von 400 Megawatt haben. Den Angaben zufolge betragen die Gesamtkosten schätzungsweise 6,3 Milliarden Zloty (1,96 Milliarden Euro). Das Blatt geht davon aus, dass die Deutschen davon 1,6 Milliarden Zloty (0,5 Milliarden Euro) übernehmen werden. Einzelheiten dieser Investition seien geheim. Bei RWE war vorerst niemand zu erreichen.
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Doch dürfte die tatsächliche Summe von vielen Faktoren abhängen wie dem Standort des Energiewerkes. Je näher der Betrieb an den Gasquellen liege, desto niedriger seien die Kosten, heißt es. Durch diese Investition könnte der polnische Gasversorger seinen Gasverkauf pro Jahr um 0,8 bis 1,2 Milliarden Kubikmeter und seinen Ölverkauf um 6 bis 9 Prozent erhöhen. Polnische Analysten halten eine solche Investition für die richtige Strategie. Es sei sinnvoll, direkt in Energieunternehmen zu investieren anstatt einzelne Aktienpakete von staatlichen Chemie- oder Energieunternehmen zu erwerben. Aus ihrer Sicht kommt ein Standort in der westpolnischen Region Wielkopolska in Frage.
RWE will bis zum Jahr 2012 insgesamt 30 Milliarden Euro investieren. Zwei Drittel dieser Summe sollen den Unternehmensplanungen zufolge im Ausland platziert werden. PGNIG hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 16,6 Milliarden Zloty erreicht (5,2 Milliarden Euro). Das Unternehmen ist damit der Marktführer in Polen.
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