Presse: Berlin will Moderator im Konflikt über Stromnetz AG
Sowohl E.ON als auch Vattenfall wollen ihr Stromnetz verkaufen. Nach "SZ"-Informationen sind die Gespräche bei Vattenfall schon weit gediehen, noch in diesem Herbst könnten sie konkreter werden. Gerüchten zufolge sind unter anderem der tschechische Netzbetreiber CEPS und der US-Finanzinvestor Blackstone an dem 9.500 Kilometer langen Vattenfall-Netz interessiert. Letzteres allerdings gilt in Branchenkreisen als sehr unwahrscheinlich. Vattenfall selbst wollte sich nicht dazu äußern.
Während E.ON auf eine deutsche Netz AG drängt und Vattenfall zumindest keine Einwände hat, ist der Karlsruher EnBW-Konzern strikt dagegen. Der Essener RWE-Konzern wiederum kann sich zwar ein gesamtdeutsches Netz vorstellen, würde aber gerne dessen Betrieb übernehmen. Zwischen diesen Positionen müsste nun der Moderator vermitteln, den das Wirtschaftsministerium einsetzen will. Nach Informationen aus Branchenkreisen soll Infineon-Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley diesen Posten übernehmen.
Weitere Nachrichten vom 26.09.2008
- TeliaSonera kauft sich in Asien ein
- RWE baut Biomassekraftwerk in Großbritannien
- Callcenter-Mitarbeiter protestierten vor Telekom-Zentrale
- Kostenlose Handy-Navigation "Skobbler" jetzt für alle zugänglich
- Studie: Kohlendioxid-Anteil in Atmosphäre erneut deutlich gestiegen
- Teil des zweiten Klimapakets auf dem parlamentarischen Weg
- BlackBerry-Anbieter RIM mit Gewinnsprung - Ausblick enttäuscht Börse
- Ölpreis gefallen - Festgefahrene Verhandlungen über US-Rettungsplan
- Putin will Beziehungen in allen Bereichen ausbauen

