Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien geht Anfang 2008
dpa
Berlin/Paderborn (dpa) - Der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE), Johannes Lackmann, hat seinen Rücktritt für Januar 2008 angekündigt. "So ist ein geordneter Übergang möglich", sagte BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke am Freitag und bestätigte weitgehend einen Bericht des Online-Magazins "stern.de". "Es wird keine Führungslosigkeit geben." Im Online-Magazin der Hamburger Zeitschrift "stern" war dagegen von einer Führungskrise die Rede. Unter Berufung auf Insider schrieb "stern.de", Lackmann sei von Mitgliedsverbänden kritisiert worden, weil er deren Position nicht ausreichend berücksichtigt habe.
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Nitzschke betonte, der Rücktritt sei die persönliche Entscheidung Lackmanns, der seine Hauptaufgabe mit dem unumkehrbaren Ausbau erneuerbarer Energien als abgeschlossen betrachte. "Um das Mengenwachstum zu sichern, geht es nicht mehr darum, verschlossene Türen erstmals aufzustoßen, sondern es reicht im Wesentlichen, die bereits geöffneten Märkte mit der üblichen Lobbyarbeit von Wirtschaftsverbänden weiter voranzubringen", schrieb der 56-Jährige in einem Brief. "Für mich gilt dabei: die veränderte Aufgabenstellung stellt für mich keine Herausforderung dar und entspricht nicht meinem Naturell." Er kündigte eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Januar an.
Lackmann sprach sich in dem Schreiben für eine "Redemokratisierung der Energiewirtschaft" aus, wenigstens die neue Energiewirtschaft solle davor bewahrt werden, "zu einem Bestandteil der alten, korrupten Abzockermonopole zu werden". Vielen Energieunternehmen und der Politik attestierte er "eine ziemliche Gleichgültigkeit in der Strukturfrage".
Lackmann ist seit 1999 BEE-Präsident. Er hat dem Verband zufolge seit 1994 mehrere Bürgerwindparkprojekte im Raum Paderborn mitentwickelt. Der BEE ist Dachverband für Verbände aus der Sparte der erneuerbaren Energien, darunter der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft sowie der Bundesverband Geothermie.
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