Präsident der Bundesnetzagentur soll abgelöst werden
Hamburg - Matthias Kurth, Chef der Bundesnetzagentur, soll laut Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" nach mehr als zehnjähriger Amtszeit abgelöst werden. Führende Politiker der Regierungskoalition hätten sich aus parteipolitischen Gründen darauf verständigt, berichtet das Nachrichtenmagazin am Sonntag vorab. Offenbar solle das SPD-Mitglied Kurth durch einen CSU-Mann ersetzt werden.
Grund für den überraschenden Schritt ist laut "Spiegel" die Tatsache, dass die Union das einflussreiche Amt mit einem eigenen Parteimitglied besetzen möchte. Entsprechende Forderungen waren lauter geworden, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zuletzt bei der Nominierung für den wichtigen Posten des Chefvolkswirts bei der Europäischen Zentralbank den SPD-Mann Jörg Asmussen ausgewählt hat.
Dem Magazin zufolge soll nun CSU-Mann Johannes Singhammer auf der entscheidenden Sitzung des zuständigen Beirats in fünf Wochen ins Rennen geschickt werden. Der Familien- und Sozialpolitiker Singhammer war bereits mehrfach für einen der Spitzenposten in der Bundesnetzagentur im Gespräch. Aufgabe der Netzagentur ist die Überwachung der Märkte für Strom, Gas oder Telekommunikation.
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