Planungssicherheit für E.ON durch Liberalisierung des russischen Strommarktes
Düsseldorf - Der Energieriese E.ON sieht sich durch die fortgesetzte Liberalisierung des russischen Strommarktes in seiner Strategie bekräftigt. E.ON-Chef Wulf Bernotat erklärte laut einer Mitteilung am Freitag, dass die russische Regierung mit diesem Schritt ihre Zusagen mit großer Verlässlichkeit eingehalten habe. Damit erhöhe sich die Planungssicherheit in ihre Investitionen. Seit Anfang Juli sind weitere 20 Prozent des russischen Strommarkts für den Handel freigegeben. Damit würden jetzt 50 Prozent der Strompreise für Groß- und Industriekunden in Russland über Marktmechanismen festgelegt, teilte E.ON mit.
2007 hatte sich E.ON für 4,6 Milliarden Euro die Mehrheit am russischen Stromproduzenten OGK-4 gesichert. Bei der weiteren Entwicklung ist der Konzern von der Öffnung der Strommarktes abhängig. Zuletzt hatten Marktbeobachter immer wieder Zweifel erhoben, ob Russland an seinen Zusagen festhält. Analysten befürchteten daher Abschreibungen auf das OGK-4-Investment.
E.ON sieht sich mit OGK-4 als größter ausländischer Investor im russischen Energiesektor. Das Unternehmen betreibt im Land fünf Kraftwerke mit derzeit rund acht Gigawatt Leistung. In den nächsten Jahren soll die Leistung durch ein Neubauprogramm auf elf Gigawatt gesteigert werden. Zudem ist E.ON nach eigenen Angaben größter Kunde für russisches Gas.
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