Pilotprojekt testet gleichzeitige Strom- und Wärmegewinnung aus Brennstoffzellen
Hamburg - Der Energiekonzern E.ON hat einen Großversuch mit Brennstoffzellen zur gleichzeitigen Produktion von Wärme und Strom in Einfamilienhäusern gestartet. Das erste von 100 Geräten im Norden arbeitet auf dem Hamburger Traditionssegler "Rickmer Rickmers". Bundesweit sollen für den Test insgesamt 800 Brennstoffzellen installiert werden.
Die Brennstoffzellen erzeugen 1,7 Kilowatt (KW) Wärme und 1,0 KW Strom. Das reicht nach Angaben des Entwicklers und Herstellers Baxi Innotech vom Donnerstag, um 70 Prozent des Strombedarfs und 65 Prozent des Wärmebedarfs eines Einfamilienhauses zu decken. Die darüber hinaus benötigte Wärme erzeugt ein integriertes Erdgas- Brennwertgerät, so dass die alte Heizung völlig ersetzt werde.
In einer Brennstoffzelle wird aus Wasserstoff und Sauerstoff in einer sogenannten kalten Verbrennung an einer Membran Strom und Wärme erzeugt. Es entstehen keine Abgase, nur Wasserdampf. Da es noch keine Versorgung mit Wasserstoff gibt, wird der Brennstoff direkt im Gerät aus Erdgas gewonnen. Brennstoffzellen sind nach Überzeugung des Herstellers besonders für kleine Verbraucher wie Einfamilienhäuser geeignet, für deren Bedarf kompakte Blockheizkraftwerke noch zu groß sind.
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