Panne im AKW: Verseuchtes Wasser gelangte ins Regenwassersystem
Die Flüssigkeit hat laut EnBW eine geschätzte Aktivität von 3,2 Mega-Becquerel. Nach Angaben des Ministeriums in Stuttgart ist das ein Hundertstel des Wertes, den das AKW jeden Tag über das Abwassersystem in den Rhein abgeben darf.
Messungen an den Einleitstellen in den Rhein hätten aber bisher keine erhöhten Messwerte ergeben, teilte der Betreiber mit. Der überwiegende Teil habe sich in den Rohren abgelagert. "Damit ist davon auszugehen, dass nur eine geringe Aktivitätsmenge in den Altrhein gelangt sein kann", teilte die EnBW mit. Personen seien nachweislich nicht kontaminiert worden.
Nach Angaben des Stuttgarter Ministeriums wurde die radioaktive Verunreinigung am Montag an einer mobilen Hochdruckreinigungsanlage festgestellt. Vermutlich durch ein undichtes Ventil sei das verseuchte Reinigungswasser unbemerkt in den Tank der Reinigungsanlage zurückgeflossen.
Das Atomkraftwerk Philippsburg war wegen einer Pannenserie im Sommer 2001 in die Schlagzeilen geraten. In der Folge war das AKW mehrere Wochen vom Netz genommen worden.
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