Ostdeutsche Stadtwerke gründen Gesellschaft zur Nutzung digitaler Stromzähler
Halle - Die Stadtwerke Halle, Leipzig und Jena planen eine gemeinsame Gesellschaft zur Nutzung digitaler Stromzähler. Die Aufsichtsgremien der drei Unternehmen hätten die notwendigen Beschlüsse zur Kooperation auf diesem Gebiet gefasst. Das sagte ein Sprecher der Stadtwerke Halle am Montag. Die Gesellschaft soll ihren Sitz in Halle haben, im Oktober gegründet werden. Zum 1. Januar 2011 soll sie dann ihr Geschäft aufnehmen.
Die Einführung von sogenannten Smart Metern sei gesetzlich vorgeschrieben. In Neubauten und bei größeren Sanierungen sowie auf Kundenwunsch müssten die "intelligenten Zähler" eingebaut werden, hieß es. Nach europäischen Vorgaben sollten bis 2020 rund 80 Prozent aller Haushalte damit ausgerüstet sein.
Mit den digitalen Stromzählern würden nicht nur Zählerstände über die Ferne an die Energieversorger übermittelt. Damit ließen sich künftig auch der tagesaktuelle Stromverbrauch oder der Verbrauch einzelner Geräte anzeigen, sagte der Sprecher. Planungen gingen auch dahin, dass über diese Zähler je nach Bedarf Geräte an- oder abgeschaltet werden können.
Darüber hinaus müssen die Energieversorger ab Ende dieses Jahres auch zeit- und verbrauchsvariable Tarife anbieten, die für die Kunden Anreize zum Energiesparen und zur Steuerung des Energieverbrauchs bieten.
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