Oracle kauft PeopleSoft für 10,3 Milliarden Dollar - Erhöhter Preis
Oracle liegt im Unternehmenssoftware-Sektor weltweit auf Platz drei hinter PeopleSoft und dem Branchenführer SAP. Damit stärkt Oracle nicht nur diesen Geschäftsbereich, sonder schliesst auch viel stärker zu SAP auf. Der Kauf von PeopleSoft wird den Unternehmenssoftware-Bereich von Oracle erheblich stärken und die Abhängigkeit vom Datenbasen-Geschäft reduzieren, das bisher rund 80 Prozent des Oracle-Konzernumsatzes gebracht hatte.
"Dieser Zusammenschluss gibt Oracle noch mehr Masse und Bewegung", erklärte Oracle-Konzernchef Larry Ellison. Ellison verwies darauf, dass Oracle mehr Kunden haben werde. Hierdurch können man mehr in die Anwendungssoftware-Entwicklung und -Unterstützung mehr investieren. Ellison sagte zu, dass Oracle die existierende PeopleSoft- und JD- Edwards-Software unterstützen und neue Versionen entwickeln werde. PeopleSoft hatte immer wieder behauptet, Oracle wolle durch die Übernahme nur die PeopleSoft-Kunden bekommen und dann die PeopleSoft-Software fallen lassen.
Ellison erwartet, dass der Kauf im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Cent Gewinnsteigerung bringen wird und im kommenden Geschäftsjahr insgesamt acht Cent je Aktie. Im darauf folgenden Jahr werde es noch etwas mehr sein.
Das revidierte Angebot repräsentiere "einen guten Wert für die PeopleSoft-Aktionäre". Es sei ein erheblicher Aufschlag gegenüber Oktober, erklärte A. George "Skip" Battle, der Leiter des zuständigen Ausschusses im PeopleSoft-Verwaltungsrat. PeopleSoft hatte zuvor sämtliche Oracle-Offerten als unzureichend abgelehnt, obwohl 61 Prozent der eigenen Aktionäre ihre Aktien bereits bei der vorherigen Offerte von 24 Dollar je Aktie angeboten hatten.
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