OPEC-Präsident: Märkte trotz hoher Preise gut mit Öl versorgt
Einen Tag vor der Konferenz war der Preis für OPEC-Öl am Montag um 33 Cent auf 72,34 Dollar gestiegen, teilte das OPEC-Sekretariat am Dienstag mit. OPEC-Analysten erwarteten eine heftige Diskussion der OPEC-Minister, da sich die Mehrheit vor dem Treffen gegen eine Erhöhung der Förderquoten ausgesprochen hat. Experten gehen davon aus, dass sich die Versorgungslage mit Rohöl bis zum Jahresende zuspitzen könnte, was zwangsläufig zu höheren Preise führen müsste.
Vor Beginn der Konferenz gab es jedoch auch Spekulationen über eine leichte Erhöhung der Förderquote. Einem Pressebericht der "Financial Times" zufolge erwägen die zwölf Mitgliedsländer die Öl-Förderquoten geringfügig zu erhöhen. Eine symbolische Steigerung um 500 000 Fässer (Barrel) am Tag würde die bisherige Überproduktion des Kartells formalisieren, berichtete die Zeitung. Mehr Öl komme dadurch nicht auf den Markt. Dennoch könnte dieser Schritt dazu beitragen, die Ölmärkte zu beruhigen. Der US-Ölpreis war zuletzt wieder deutlich angezogen. Das Rekordhoch des US-Ölpreises Anfang August von 78,77 Dollar sei bereits in Reichweite, erklärten Marktbeobachter. Auch Preise von mehr als 80 Dollar je Barrel (159 Liter) seien möglich.
Die Energieminister der Staaten Libyen, Irak und Venezuela haben hingegen ihre Absicht zu unveränderten OPEC-Förderquoten bekräftigt. Bei ihrer Ankunft zum OPEC-Treffen bekräftigten die Minister, dass das derzeitige Ölangebot ausreichend und die Ölpreise angemessen seien. Libyen werde einer Erhöhung der offiziellen Quoten nicht zustimmen, sagte der libysche Energieminister Shokri Dhanem. "Eine Erhöhung der Quoten ist nicht notwendig", bekräftigte auch der Energieminister Venezuelas Rafael Ramirez.
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