Online-Netzwerk MySpace baut fast ein Drittel der US-Jobs ab
Los Angeles - Fast ein Drittel der Arbeitsplätze wird das Online-Netzwerk MySpace in seinem Heimatmarkt USA abbauen. Der neue Chef Owen Van Natta kündigte in einer E-Mail an die Mitarbeiter an, dass 420 Jobs gestrichen werden sollen und 1000 bleiben. Diese E-Mail wurde am Dienstag von den US-Medien veröffentlicht. Van Natta begründete diese Entscheidung damit, dass MySpace zu groß geworden sei und innovativer und schlagkräftiger werden müsse.
MySpace ist angesichts der derzeitigen Marktlage zu stark gewachsen", sagte Jonathan Miller, bei der Muttergesellschaft News Corporation für digitale Medien zuständig. Das einst größte Online-Netzwerk ist derzeit zunehmender Konkurrenz ausgesetzt und wurde zuletzt vom Hauptrivalen Facebook überholt. Außerdem sind in der Wirtschaftskrise die Werbeeinnahmen gesunken. Die geplanten Stellenstreichungen sollen nach ersten Angaben voraussichtlich verteilt in allen Bereichen des Unternehmens erfolgen. Bei Online-Netzwerken wie MySpace oder Facebook können Nutzer eigene Profile anlegen und miteinander kommunizieren.
MySpace gehört zum Medienimperium News Corporation des Milliardärs Rupert Murdoch, der einst aufsehenerregende 580 Millionen Dollar für das Online-Netzwerk bezahlt hatte. Erst im April übernahm Owen Van Natta, zuvor Manager bei dem Rivalen Facebook, die Führung bei MySpace. Ob es auch Stellenabbau im internationalen Geschäft geben soll, blieb zunächst unklar. Im Ausland ist MySpace aber bereits deutlich schlanker aufgestellt als in den USA.
Weitere Nachrichten vom 17.06.2009
- BGH prüft Zulässigkeit von Gaspreiserhöhungen
- Verhandlungen um Öffnung des Telekom-VDSL-Netzes kurz vor Abschluss
- Ab Juli unterliegt Stromsparetikett "Energy Star" strengeren Vorgaben
- co2online informiert über Energiesparpotenzial bei Heizungspumpen
- 90 Prozent des Stroms könnten aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden
- Streit um mangelnden Datenschutz bei Googles "Street View" beendet
- Massiver Zuwachs an IPTV-Nutzern für 2010 erwartet
- Greenpeace fordert sofortige Abschaltung alter Atommeiler
- BGH überprüft erneut Wirksamkeit von Gaspreiserhöhungen
- Ölpreise weiterhin in der Nähe ihrer Jahreshöchststände

