Online-Handel: Missbrauch von Abmahnungen soll gestoppt werden

dpa | 03.11.2011
Bild: Frau vor Laptop schlägt die Hände hinter dem Kopf zusammen


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Berlin - Um den Missbrauch mit Abmahnungen im Online-Handel zu stoppen, will Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) aktiv werden. "Mit diesen wirtschaftsschädigenden Praktiken gerade beim Internethandel wird nun Schluss gemacht", kündigte die Ministerin an.


"Vor allem Kleinunternehmer, die auf der eigenen Internetseite oder über Plattformen wie Ebay oder Amazon Handel treiben, geraten durch überzogene Abmahnkosten schnell in finanzielle Bedrängnis", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag).

Das Ministerium will demnächst einen Gesetzentwurf vorlegen, der den finanziellen Anreiz für solche Abmahnungen deutlich verringern soll. Geplant sind unter anderem Vorschriften, um die Anwalts- und Gerichtskosten zu reduzieren, sowie Ersatzansprüche für missbräuchlich Abgemahnte.

Vor allem kleinere Unternehmen und Existenzgründer, die ihre Waren und Dienste auch über das Internet anbieten, klagen immer häufiger darüber, dass sie wegen geringster Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht zu hohen Kosten abgemahnt werden.



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