Offshore-Windpark seit Wochen außerplanmäßig vom Netz
Hamburg - Der erste deutsche Offshore-Windpark in der Ostsee, Baltic 1, ist einem Zeitungsbericht zufolge nach seiner offiziellen Inbetriebnahme außerplanmäßig abgeschaltet worden. Wie die Tageszeitung "Die Welt" am Samstag berichtete, sind die 21 Windkraftanlagen des Karlsruher Energiekonzerns EnBW nach Abschluss von fünftägigen, planmäßigen Wartungsarbeiten am 15. September nicht wieder ans Netz gegangen. Dem Bericht zufolge stehen die Anlagen seit nunmehr fast drei Wochen sill. Der Windpark soll mit 48,3 Megawatt rechnerisch 50.000 Haushalte mit Strom versorgen.
Nach Angaben einer EnBW-Sprecherin handele es sich lediglich um "verlängerte Wartungsarbeiten", es gebe keinen gravierenden Reparaturbedarf, schreibt das Blatt weiter. "Die Wartungsarbeiten und Funktionsprüfungen haben etwas mehr Zeit in Anspruch genommen, werden aber in einigen wenigen Tagen beendet sein", sagte sie der Zeitung. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Betrieb von EnBW Baltic 1 seien sehr gut. Die bisherige Erzeugung liege "sogar über unseren Erwartungen". Der Energiekonzern war am Freitagabend auf dpa-Anfrage für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Der erste deutsche Offshore-Windpark in der Nordsee, "Alpha Ventus", hatte kurz nach seiner Eröffnung durch Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) im April vergangenen Jahres mit Betriebsstörungen zu kämpfen, wie das Blatt weiter schreibt. Wegen Problemen mit den Gleitlagern mussten demnach sechs der zwölf Turbinen ausgetauscht werden.
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