Offshore-Anlagen im Aufwind
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Bremerhaven - In den kommenden Jahren wird die Gewinnung von Energie durch Offshore-Windmühlen an Ost- und Nordsee weiter zunehmen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) teilte am Mittwoch in Bremerhaven mit, dass bislang 21 Windparkprojekte mit insgesamt 1497 Windrädern vor den Küsten genehmigt worden sind. 18 Anlagen davon sollen in der Nordsee, drei in der Ostsee stehen. Für 81 Vorhaben (68 Nordsee, 13 Ostsee) laufe das Genehmigungsverfahren.
Bereits realisiert werden das 2007 genehmigte Windpark-Projekt "Bard Offshore 1" mit 80 Windrädern nordwestlich von Borkum sowie der Offshore-Testfeld "alpha ventus" mit zwölf Anlagen nördlich von Borkum. Drei weitere Verfahren für Offshore-Windparks vor den ostfriesischen Inseln stehen in den nächsten Monaten zur Entscheidung an.
Bislang wurden nur zwei Anträge von Projekten östlich von Rügen von der Behörde abgelehnt. Die BSH prüft die Anträge zum Bau von Offshore-Windanlagen mit einem Katalog von Mindestanforderungen. Untersucht werden unter anderem die Standsicherheit, Technik sowie ökologische Aspekte.
In Bezug auf die ökologischen Aspekte koordiniert die BSH derzeit ein über vier Jahre laufendes Projekt bei alpha ventus, das vom Bundesumweltministerium mit rund fünf Millionen Euro finanziert wird. Dabei werden die Effekte von der Windanlage auf marine Säugetiere, Robben sowie Rast- und Zugvögel untersucht.
Fischer und Umweltschützer kritisieren den Bau von Offshore-Windanlagen. Den Umweltschützern geht es dabei um die Gefahr für Zugvögel, die möglicherweise bei dem Flug durch die Windmühlen verenden. Küstenfischer kritisieren die weitere Verkleinerung ihrer Fanggebiete.
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