Offene Punkte vor Bewag-Verschmelzung mit Vattenfall Europe
dpa | 01.10.2002
Berlin (dpa) - Die Zukunft der Bewag unter dem Dach des neuen
Stromkonzerns Vattenfall Europe ist für die Beschäftigten und
Kleinaktionäre des Berliner Energieversorgers weiterhin eine Rechnung
mit Unbekannten. Gut vier Monate vor der geplanten Verschmelzung der
Bewag mit Vattenfall Europe zum nach eigenen Angaben drittgrössten
deutschen Stromkonzern stehen weder die Bedingungen für den Umtausch
der freien Bewag-Aktien noch die geplante Mitarbeiterzahl fest.
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Auf der letzten Bilanz-Pressekonferenz als eigenständiges
Unternehmen stellte der Vorstand am Dienstag aber in Aussicht, dass
nach dem starken Umsatzplus im vergangenen Geschäftsjahr für 2002/03
(30. Juni) Erlöse zumindest auf Vorjahresniveau angestrebt würden.
Auch wolle die Bewag einen "wesentlichen Beitrag" zur geplanten
Ertragsstärke des neuen Stromverbundes leisten, dem bereits die
Hamburgischen Electricitätswerke (HEW) sowie die Veag und Laubag
angehören. 2001/02 hatte die Bewag den Umsatz um 48 Prozent auf 2,93
Milliarden Euro erhöht und wie im Vorjahr einen Gewinn von 149
Millionen Euro ausgewiesen.
Die Bewag, an der der schwedische Staatskonzern Vattenfall über HEW zu knapp 90 Prozent beteiligt ist, soll Anfang 2003 zu Vattenfall Europe stossen. Die Berliner sind mit rund zwei Millionen Kunden und einer guten Finanzbasis wesentlicher Teil des neuen Konzerns.
"Noch keine aktuellen Zahlen" gebe es bei Beschäftigungsplänen, sagte Vorstandssprecher Hans-Jürgen Cramer Cramer. Er rechne damit, dass wesentliche Zahlen noch in diesem Jahr vorliegen. Die Bewag mit derzeit rund 5100 Mitarbeitern war nach Plänen vor der Verschmelzung von einem Abbau auf 4000 Stellen bis 2005 ausgegangen. Vattenfall- Europe-Chef Klaus Rauscher hatte im Sommer erklärt, er strebe bei der Bewag "deutlich" mehr als 3000 garantierte Arbeitsplätze an.
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