Oettinger für Ökosteuer-Senkung
dpa | 28.07.2008
Berlin (dpa) - Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) ist mit dem Vorschlag einer
Ökosteuer-Senkung in der eigenen Partei auf Zurückhaltung gestoßen. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla wies am Montag in Berlin darauf hin, dass Oettinger seinen Vorschlag unter den Vorbehalt der Haushaltskonsolidierung gestellt hatte. "Insofern haben wir an dieser Stelle Übereinkunft." Auf konkrete inhaltliche Positionen wollten sich CDU und CSU in einem gemeinsamen Steuerkonzept festlegen, das aber erst im kommenden Frühjahr vorgelegt werden solle. Die Schwesterpartei CSU lehnte Oettingers Vorschlag klar ab.
- Anzeige -
Vor dem Hintergrund der hohen Benzinpreise hatte Oettinger in der "Bild"-Zeitung (Montag) gesagt: "Ich plädiere dafür, die Ökosteuer so schnell wie möglich abzusenken, soweit im Haushalt Spielraum ist." Voraussetzung für jede Entlastung des Autofahrers sei, "dass sie nicht über neue Schulden finanziert werden darf". Für die CSU hat die Wiedereinführung der Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer Vorrang. "Die Senkung der Ökosteuer ist dazu keine Alternative", sagte Parteichef Erwin Huber in München. Er bezweifelte, dass das Geld aus einer Ökosteuer-Senkung den Autofahrern zugute kommt: "Den Menschen ist wenig geholfen, wenn das Geld nach der nächsten Preisrunde in den Kassen der Mineralölkonzerne landet."
- Alles über Ökostrom
- Ökostromrechner
Weitere Nachrichten vom 28.07.2008
- Google bekommt Konkurrenz von früheren Mitarbeitern
- Gericht verbietet iPhone-Werbung der Telekom
- Am Handy können sich vor allem Männer nicht kurzfassen
- Die Netbooks erobern den Markt
- Magazin: Marburger Solar-Pflicht soll gekippt werden
- Forscher untersuchen Belastungen durch Windparks
- Nokia soll mehr als eine Million Euro Forschungsgelder zurückzahlen
- Bundesregierung: Netzverkauf allein Sache der Versorger
- Ex-E.ON-Ruhrgas-Chef erhält Job bei russischem Gaskonzern Novatek
- Berliner GASAG und RWE wollen sich gegenseitig Konkurrenz machen
- CSU-Chef Huber: Atomkraft-Laufzeiten bis zu 60 Jahren machbar
- Machtkampf um TNK-BP immer bizarrer
- Südafrikas einziges AKW nach Panne teilweise wieder in Betrieb
- Wohlfahrtsverband gegen Sozialtarife
- Zeitung: Motorola spaltet Netzwerk-Sparte auf
- Netzagentur startet Verfahren zu Regelenergie
- US-Ölpreis sinkt zeitweise unter 123 US-Dollar

