Ölstreit zwischen Russland und Weißrussland soll EU nicht betreffen
Moskau - Trotz des Streits um Zollgebühren zwischen Russland und Weißrussland soll der für die Energieversorgung Westeuropas wichtige Transit von russischem Öl durch Weißrussland uneingeschränkt bleiben. "Der Öltransport erfolgt in vollem Umfang. Die Verhandlungen gehen weiter", teilte das Energieministerium in Moskau am Sonntag nach Angaben der Staatsagentur Ria Nowosti mit.
Allerdings schloss der russische Pipelinebetreiber Transneft eine Drosselung der für das Nachbarland bestimmten Lieferungen nicht aus: "Das hängt von der Position Minsks ab." Von täglich rund 400.000 Barrel Öl aus Russland exportiert Weißrussland einen Teil auch nach Deutschland und Polen.
Moskau und Minsk streiten seit Wochen um die Verlängerung eines Öl-Vertrags, der am Neujahrstag ausgelaufen war. Weißrussland will deutlich mehr Geld für das Weiterleiten nach Westen, während Russland eine Erhöhung seiner Exportzölle anstrebt. Vor drei Jahren hatten beide Länder schon einmal heftig über Öllieferungen gestritten. Damals war sogar die durch Weißrussland führende "Freundschaft"- Pipeline für russisches Öl in Richtung Europäische Union einige Tage lang blockiert.
Weitere Nachrichten vom 04.01.2010
- In Neubauten sind nur noch intelligente Zähler erlaubt
- Warten auf das erste "Google Phone"
- Deutsche verbringen 15 Stunden pro Woche im Internet
- Der WLAN-Stick: seine Vorgänger und seine Nachfolger
- Brüderle: Mit Laufzeitverlängerung erneuerbare Energien fördern
- DSL-Sonderaktionen im Januar
- Datenschützer fordern härteres Vorgehen gegen E-Mail-Flut
- Abhängigkeit von russischem Öl nimmt zu - Einfuhr von Nordsee-Öl rückläufig
- Litauisches AKW Ignalina endgültig abgeschaltet
- Ölpreis klettert über die 80-Dollar-Marke

