Ölpreise stabilisieren sich: Markt im Bann der EU-Schuldenkrise
Singapur - Die Ölpreise haben sich am Freitag nach starken Vortagsverlusten wieder gefangen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar stieg um 27 Cent auf 108,49 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Dezember-Lieferung fiel derweil leicht um fünf Cent auf 98,77 Dollar.
Am Donnerstag hatten die Ölpreise kräftig um zeitweise vier Dollar nachgegeben. Wie auch andere Marktsegmente steht der Ölmarkt fest im Bann der europäischen Schuldenkrise. In Europa zeichnet sich immer stärker ab, dass sich vergleichsweise solide Kernländer wie Frankreich, Belgien oder Österreich dem breiten Misstrauen der Anleger nicht mehr entziehen können. Dies lastet auf nahezu allen Anlageklassen, mit Ausnahme sogenannter "sicherer Häfen". Rohöl zählt hierzu nicht, es gilt als vergleichsweise riskante Anlage.
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