Ölpreise notieren weiter bei tiefstem Stand seit viereinhalb Jahren
Singapur - Die Ölpreise haben am Freitag weiter in der Nähe ihres tiefsten Stands seit rund viereinhalb Jahren notiert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar kostete im frühen Handel 36,80 US-Dollar. Das waren 58 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Februar-Auslieferung stieg um 44 Cent auf 43,80 Dollar. Bereits am Donnerstag hatten die Ölpreise abermals massiv nachgegeben und waren auf den tiefsten Stand seit Juni 2004 gesunken.
Händler verwiesen nach wie vor auf trübe Aussichten für die weltweite Ölnachfrage, was die Preise erneut stark belastet habe. Selbst der Versuch des mächtigsten Ölkartells der Welt, sich mit der größten Förderkürzung aller Zeiten gegen den Ölpreisverfall zu stemmen, habe bislang keine Wirkung gezeigt. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hatte am Mittwoch in Algerien eine weitere Einschränkung der Ölproduktion um 2,2 Millionen Barrel pro Tag beschlossen. Damit hat die OPEC ihre offizielle Produktion seit diesem Herbst um insgesamt 4,2 Millionen Barrel auf nunmehr rund 25 Millionen Barrel pro Tag zurückgenommen.
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