Ölpreise legen zu dank schwachem Dollar

Singapur - Am Mittwochmorgen sind die Ölpreise leicht gestiegen. Der Grund ist laut Experten ein schwächerer Dollar, der nach einer Rede der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen gesunken ist. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete zuletzt 39,33 US-Dollar und damit 19 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 27 Cent auf 38,55 Dollar.

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Bild: Erdöl Bild: ©dave51/fotolia.com / Text: dpa-AFX

Yellen hatte sich am Dienstag zurückhaltend zu möglichen Zinserhöhungen in den USA geäußert. Bei weiteren Zinsschritten sei eine vorsichtige Vorgehensweise garantiert, versicherte Yellen. Die Notenbankerin machte gleichzeitig klar, dass die Fed einen "erheblichen Spielraum" für stimulierende Maßnahmen habe, falls dies notwendig werden sollte. Der Dollar verlor im Anschluss an die Rede an Wert.

"Yellens taubenhafte Worte und die Schwäche des Dollar haben zu einem Anstieg der Ölpreise geführt", sagte Angus Nicholson, Analyst beim australischen Ableger des Finanzdienstleisters IG. Ein schwacher Dollar macht das meist in der US-Währung gehandelte Öl im Ausland billiger, stärkt dadurch die Nachfrage und gibt dem Preis Auftrieb.

Spekulanten warten auf Lagerdaten

Im weiteren Tagesverlauf könnten Zahlen zu den US-Rohöllagerbeständen für weitere Impulse sorgen. Der Markt geht von einem neuen Rekordhoch aus. Insgesamt sehen Experten bei den Ölpreisen zurzeit eher Raum nach unten. Die Zahl der spekulativen Anleger am Ölmarkt sei deutlich gewachsen und es habe sich "ein beträchtliches Korrekturpotential aufgebaut", schreiben Experten der Commerzbank. "Dieses könnte zu Preisrückgängen führen, sobald die spekulativen Anleger beginnen, Gewinne mitzunehmen."

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