Ölpreise gestiegen - Atomstreit mit dem Iran stützt
Singapur - Die Ölpreise haben am Dienstag mit der Aussicht auf eine Zinssenkung der EZB leicht zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur August-Lieferung verteuerte sich im frühen Handel um 1,00 US-Dollar auf 98,34 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) stieg um 81 Cent auf 84,96 Dollar.
Am Donnerstag dürfte die Europäische Zentralbank den Leitzins nach Einschätzung der meisten Experten erstmals unter die Marke von 1,0 Prozent senken. Der Zinsschritt könnte die schwache Konjunktur in zahlreichen Ländern der Eurozone stärker in Schwung bringen. Die damit verbundene Aussicht auf eine höhere Nachfrage nach Rohöl in Europa habe den Ölpreisen am Morgen etwas Auftrieb gegeben, hieß es von Händlern.
Zudem habe eine Meldung über eine neue Verschärfung des Atomstreits zwischen dem Ölförderland Iran und den westlichen Industriestaaten die Ölpreise ebenfalls gestützt, hieß es weiter. Laut einer amtlichen iranischen Nachrichtenagentur forderten rund hundert Parlamentarier des Landes ein Gesetz, dass Öltransporte in Richtung Europa durch die strategisch wichtige Straße von Hormus verbietet. Am Sonntag war ein Ölembargo der Europäischen Union gegen den Iran in Kraft getreten.
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