Ölpreise erneut stark gestiegen - US-Öl wieder über 70 Dollar
Singapur - Die Ölpreise sind am Donnerstag den dritten Tag in Folge gestiegen und haben ihren Erholungskurs seit dem Rückfall auf Jahrestiefststände am Montag deutlich beschleunigt fortgesetzt. Händler nannten als Gründe für den starken Anstieg der Rohölpreise die Zinssenkung der US-Notenbank vom Vortag und eine daraus resultierende Dollar-Schwäche. Außerdem seien die Ölreserven in den USA zuletzt schwächer als erwartet gestiegen. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Dezember 70,43 US-Dollar und damit 2,93 Dollar mehr als am Vortag.
Am Montag rutschte der US-Ölpreis nach einer rasanten Talfahrt noch auf ein Jahrestief bei 61,30 Dollar. Auch an der Rohstoffbörse in London legte der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent zuletzt kräftig zu. Hier kostete ein Fass am Morgen 68,18 Dollar und damit 2,71 Dollar mehr als am Vortag.
"Einer der Gründe für den starken Anstieg der Ölpreise ist die Zinssenkung in den USA", sagte der Rohstoffexperte Tony Nunan vom Mitsubishi-Konzern. Die US-Notenbank hatte am Mittwochabend die Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent gesenkt. Nunan rechnet im weiteren Tagesverlauf mit kräftigen Kursgewinnen an den Aktienmärkten. Zusammen mit dem überraschend schwachen Anstieg der Ölreserven in den USA und Hinweisen auf eine weitere Kürzung der Ölfördermenge durch die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) gebe dies den Ölpreisen am Morgen weiter Auftrieb.
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