Ölpreis sinkt leicht, Konjunkturprognosen aber optimistisch
Singapur - Die Ölpreise folgen dem Trend des Vortags und sind am Dienstag noch einmal gesunken. Der Barrel-Preis für die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August lag im frühen Handel bei 74,64 Dollar und damit 31 Cent unter dem Preis vom Montag.
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 40 Cent auf 73,97 Dollar. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem der US-Ölpreis von Mittwoch bis Freitag in der Vorwoche um gut vier Dollar gestiegen war.
Auch der robuste Start in die US-Berichtsaison durch den Aluminiumkonzern Alcoa am Montagabend habe nicht für einen dauerhaften Preisschub gesorgt, hieß es am Markt. Der Konzern hob nach einem robusten zweiten Quartal seinen Ausblick an. Die Sorge vor einem neuerlichen Abgleiten der Konjunktur dürfte sich damit weiter verringern. Eine robuste Konjunktur sorgt auch für eine anhaltend hohe Ölnachfrage.
Die Entwicklung der Ölpreise beeinflusst fast alle anderen Energiepreise direkt oder indirekt. Das gilt besonders für Gewerbegas, da die Preise für gewerbliche Kunden stärkere Schwankungen aufweisen als die Preise für private Verbraucher. Die Preise für Gewerbestrom werden von den Ölpreisen nur indirekt beeinflusst – hier spielt die Entwicklung an der Strombörse EEX die größere Rolle.
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