Ölpreis klettert nach unerwartetem Rückgang der US-Benzinvorräte
dpa | 11.04.2007
New York/London (dpa) - Ein unerwartet deutlicher Rückgang der Benzinvorräte in den USA hat die Ölpreise am Mittwoch wieder in nach oben getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai kostete 62,43 Dollar und damit 54 Cent mehr als zu Handelsschluss am Vortag. Vor Veröffentlichung der US-Daten hatte ein Barrel noch 61,85 Dollar gekostet. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,09 Dollar auf 68,51 Dollar.
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Die Benzinbestände gingen nach Angaben des US-Energieministeriums in der vergangenen Woche unerwartet deutlich zurück - um 5,5 Millionen auf 199,7 Millionen Barrel. Am Markt war lediglich ein Rückgang um 1,2 Millionen Barrel erwartet worden. Angesichts der bevorstehenden Sommerreisezeit stehen die US-Benzinbestände im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Im Sommer erreicht die Benzinnachfrage in den USA üblicherweise ihren Höhepunkt. Die Rohöllagerbestände legten in der vergangenen Woche unterdessen um 0,7 Millionen auf 333,4 Millionen Barrel zu.
In jüngster Zeit war der Ölpreis deutlich gefallen. Mit der Freilassung der britischen Soldaten im Iran in der vergangenen Woche war die Risikoprämie am Ölmarkt zwischenzeitlich kräftig gesunken, sagten Händler. Zu Beginn der vergangenen Woche hatte ein Barrel WTI- Öl noch knapp 66 Dollar gekostet. Die politischen Spannungen in der Region seien damit aber keinesfalls ausgeräumt. Darauf deuteten die jüngsten Spannungen im Atomstreit mit dem Iran hin, hieß es am Markt.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) sank unterdessen am Dienstag auf 62,66 Dollar nach 63,55 Dollar zu Wochenbeginn.
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