Ökotechnologien werden zu Motor in Wirtschaftskrise
Berlin - Besonders jetzt in der Wirtschaftskrise werden die neuen Ökotechnologien immer mehr zum Motor für Wirtschaft und Beschäftigung in Deutschland. Der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte am Donnerstag in Berlin, dass der neue "Umwelttechnologie-Atlas" des Beraterbüros Roland Berger Consultants unter dem Titel "Greentech made in Germany" das belege. So hätten Umwelttechnologien 2007 etwa acht Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Im ersten Umwelttechnologie-Atlas, vor einigen Jahren, sei viel weniger angenommen worden. Der Anteil der Umwelttechnologien werde sich bis 2020 auf 14 Prozent erhöhen. Bei schon 1,8 Millionen Jobs - verteilt über viele Branchen - erwarteten die Unternehmen im laufenden Jahr einen Mitarbeiterzuwachs von 19 Prozent, sagte Gabriel.
Weltweit werde sich der Umsatz der Umweltindustrien bis zum Jahr 2020 auf gut 3 Billionen Euro mehr als verdoppeln. In der ersten Auflage war man noch von 2200 Milliarden Euro im Jahr 2020 ausgegangen. Durch den weiteren Vormarsch der Ökotechnologien seien große Job-Zuwächse zu erwarten. Dabei gehe es gerade um die deutschen Kernbranchen wie der Elektro- und Maschinenbauindustrie oder der Energiewirtschaft. Um diese Branchen auf einen schärfer werdenden internationalen Wettbewerb einzustellen, forderte Gabriel für die nächste Wahlperiode ein Industriekabinett. Es müsse für eine moderne Exportpolitik die Rahmenbedingungen laufend anpassen.
Einer Berger-Studie zufolge übertreffen die Wachstumschancen auf den Weltmärkten alle bisherigen Vorhersagen. Deutschland werde als Marktführer in vielen Branchen besonders von der "weltweiten grünen Konjunkturerholung" der Wirtschaft profitieren. Mit Weltmarktanteilen zwischen 6 und 30 Prozent gehörten die deutschen Hersteller zu den technologischen Vorreitern. Für den Umwelttechnologie-Atlas wurden 1300 Unternehmen und etwa 200 Forschungseinrichtungen befragt.
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