Öko-Institut: Atomenergie dient nicht der Versorgungssicherheit
dpa | 26.10.2005
Berlin (dpa) - Das Freiburger Öko-Institut lehnt eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken als "energie- und umweltpolitische Rolle rückwärts" ab. Diese von den grossen Energiekonzernen neu aufgelegte Forderung diene der Gewinnsicherung und habe mit der von ihnen propagierten Versorgungssicherheit "überhaupt nichts zu tun", sagte Instituts-Energieexperte Uwe Fritsche am Mittwoch in Berlin.
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Die Zukunft liege in erneuerbaren Energien wie Wind-, Sonnen- und Wasserkraft, Geothermie und Bioenergie sowie in Technologien für Energieeinsparungen, betonte Fritsche bei einem Energiesymposion der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung. Hier gebe es viele ungenutzte Reserven. Auch China mit seinem grossen Energieverbrauch setze wie andere Länder auf das deutsche Modell für erneuerbare Energien.
Anlässlich der laufenden Verhandlungen für eine grosse Koalition hatten die grossen Energiekonzerne Union und SPD zum Erhalt von Atomkraft und Kohle aufgerufen. Sie begründeten dies vor allem mit "Versorgungssicherheit". Diese aber wird nach den Experten des Öko- Instituts derzeit bei knappen Öl- und Gasvorkommen eher weltweit von der Kohle als von der Atomenergie geleistet. "Sicher trägt die Atomkraft zur Stromproduktion bei, aber nichts für Wärme, Industrie und Verkehr", sagte Fritsche. Sie sei daher ein auslaufendes Modell - auch weil die Sicherheitsfragen weiterhin ungelöst seien.
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