Öko-Energien: 6,6 Milliarden regionale Wertschöpfung

dpa | 24.08.2010
Bild: Geöffnete Hand mit Setzling


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Berlin - Aufgrund der starken Zunahme der Stromerzeugung aus Windkraft- und Solaranlagen werden die Erneuerbaren Energien zunehmend zum Geldbringer für Kommunen. In der ersten systematischen Erhebung wird die regionale Wertschöpfung durch die grünen Energien in Deutschland für 2009 auf 6,6 Milliarden Euro beziffert.


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Die der Nachrichtenagentur dpa vorliegende Zusammenfassung der Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Zentrums für Erneuerbare Energien der Universität Freiburg (ZEE) taxiert die Wertschöpfung durch Windkraft auf 2,1 Milliarden Euro, von Photovoltaik auf 2,4 Milliarden Euro und von Biogasanlagen auf 500 Millionen Euro.

Neue Steuereinnahmen, die Verpachtung von Flächen für die Ökostrom-Erzeugung sowie neue Arbeitsplätze und damit ein höherer Einkommenssteueranteil sind die wichtigsten Vorteile. Die Kommunen profitieren dabei von der starken staatlichen Subventionierung der Öko-Energien.

Auch das Bundesumweltministerium bestätigt die hohe Wertschöpfung durch die Ökoenergien. Demnach betrug 2009 die Wertschöpfung durch Investitionen und Betrieb 37,5 Milliarden Euro und lag damit um fast ein Viertel über dem Wert von 2008 (30,6 Milliarden Euro).

Die im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien erstellte Kommunen-Studie soll Anfang September offiziell präsentiert werden. Inmitten der Debatte um längere Laufzeiten von Atomkraftwerken und angesichts erheblichen Drucks der Atomlobby auf die Bundesregierung zeigen die Ergebnisse, dass Kommunen durch die Umstellung auf eine eigene Energieversorgung in der Regel stark profitieren können.

Sollte es bis 2020 wie von der Branche erwartet einen Ökoenergie- Anteil von 28,7 Prozent (Strom, Wärme, Kraftstoffe) geben, könnten laut Studie bis zu 12,3 Milliarden Euro pro Jahr in die kommunalen Kassen gespült werden.

Viele regionale Energieversorger verlangen von der Bundesregierung einen Verzicht auf längere Laufzeiten für Kernkraftwerke, da im Vertrauen auf den Atomausstiegsbeschluss viel Geld in die Umstellung auf eine Erneuerbare-Energie-Versorgung investiert worden sei.



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