O2-Chef erwartet hohen Kundenzuwachs - Handy-Preise sinken

dpa
Bild: Hand mit Smartphone



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Hannover (dpa) - Der Mobilfunkanbieter O2 Deutschland rechnet für das laufende Jahr mit einem hohen Kundenzuwachs. "Wir zielen aber definitiv nicht darauf, den Vorjahreswert von 2,4 Millionen zu übertreffen", sagte der O2-Chef Rudolf Gröger auf der Computermesse Cebit in Hannover der dpa-AFX. "Wir sind zufrieden, wenn wir über 1,5 Millionen neue Kunden gewinnen." Nach der Übernahme durch den spanischen Telekomkonzern Telefonica will O2 sein Festnetzangebot ausbauen. Chancen sieht Gröger zudem im Geschäftskundenbereich, der bei O2 nur eine kleine Rolle spielt.

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Wie die Marktführer Vodafone und T-Mobile will sich Gröger künftig stärker auf das Ergebnis konzentrieren. "Wir sind in einer neuen Entwicklungsphase der Industrie angekommen." Wichtig sei nicht mehr nur alleine das Köpfezählen. "Kunden behalten wird wichtiger als Kunden zu gewinnen." Gröger verspricht einen besseren Service für die über zehn Millionen O2-Kunden in Deutschland.

Daher ist auch ein neues Tarifsystem geplant: "Wer länger bei uns Kunde ist, der erhält bessere Konditionen." Die Staffelung soll im Laufe des Jahres eingeführt werden. Bislang wechseln mehrere Millionen Kunden pro Quartal ihren Anbieter.

Der O2-Chef rechnet für das laufende Jahr mit einem deutlichen Rückgang der Handy-Gebühren. "Zehn bis zwanzig Prozent könnten die Tarife in diesem Jahr fallen", sagte er. Einen deutlichen Schub soll ein Absenken der so genannten Terminierungsentgelte bringen, also der Kosten, die ein Netzbetreiber für einen Anruf auf sein Netz erhält. Mit 11 bis 12 Cent pro telefonierte Minute machen sie einen Großteil der Handy-Gebühren aus. "Ich nehme an, dass wir in diesem Jahr Terminierungsentgelte von unter zehn Cent sehen werden", sagte Gröger.

Die Verhandlungen mit den anderen Anbietern liefen bereits." Extrem wichtig ist, dass wir diese Einsparungen weiter geben. Die Tarife für die Verbrauchen müssten dann fallen."

Auf den Preisrückgang reagiert O2 mit einem Ausbau des Festnetz- und Medienangebots. "Am Ende des Tages ist es extrem wichtig, dass die Nutzung nach oben geht." Unter dem Strich verspricht er sich davon ein Umsatzplus. Helfen soll dabei auch einen Ausbau des Großkundengeschäfts. Dazu sollen die Deutschlandaktivitäten der neuen Mutter Telefonica mit O2 zusammengeführt werden. "Ein Abbau von Stellen wird es dabei nicht geben", sagte Gröger. Telefonica betreut mit seiner Festnetz-Infrastruktur bislang vor allem Geschäftskunden.



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