Nuklearkonzern Areva will bei erneuerbaren Energien wachsen
dpa
Hamburg (dpa-AFX) - Der französische Nuklearkonzern Areva will sein Geschäft mit erneuerbaren Energien zwar weiter ausbauen. Die Hoffnung ruht aber vorerst auf der Kernenergie. Kurz- und mittelfristig werde die Atomkraft auf den internationalen Energiemärkten das Geschäft bestimmen, die erneuerbaren Energien erst in 20 oder 25 Jahren, sagte Konzernchefin Anne Lauvergeon der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe). "Alle reden im Augenblick von den erneuerbaren Energien, aber die Investoren lassen dem nicht im gleichen Umfang Taten folgen."
- Anzeige -
Lauvergeon will das Thema erneuerbare Energien aber grundsätzlich vorantreiben und Areva langfristig zum dominierenden Technologieanbieter im Energiesektor machen und damit Atomtechnik und Ökostrom unter einem Dach vereinen. "Wir bedienen alle CO2-freien Energiequellen", sagte Lauvergeon. Über das Atom-Gemeinschaftsunternehmen Areva NP ist auch der Technologiekonzern Siemens mit den Franzosen verbandelt.
Ein Schwerpunkt bei den erneuerbaren Energien liege in Deutschland, sagte Lauvergeon. "Gerade haben wir einen Vertrag über die Lieferung von 80 Fünf-Megawatt-Windkraftanlagen für den Windpark Borkum II geschlossen." Das zeige, dass Areva nicht einseitig auf Nukleartechnik setze. Areva hatte in jüngster Zeit diverse Zukäufe im Geschäft mit Wind-, Wasserkraft und Biomasse getätigt. Erst im vergangenen Jahr war Areva aber im Bieterwettstreit um den deutschen Windkraftanlagenhersteller REpower dem indischen Kontrahenten Suzlon unterlegen.
Weitere Nachrichten vom 29.01.2008
- Verivox vergleicht Strom-, Gas- und Wasserpreise - Deutliche Unterschiede [Update]
- E.ON Hanse stellt Erdgasodorierung um
- Brüssel nimmt Ostseepipeline ins Visier
- Rotorblatt von Windkraftanlage löst sich bei Sturm und fliegt weg
- Telefonanbieter muss Kunden auf mögliche Netzfehler hinweisen
- Ukraine fordert mehr Geld für Transit von russischem Gas
- Bundesnetzagentur gibt Leitfaden für Stromnetzbetreiber aus
- EU-Gericht bekräftigt Datenschutz für Musikpiraten im Internet
- Hörtest für Schweinswale zeigt: Baulärm gefährdet Meeressäuger
- Penny Mobil und ja!mobil senken die Verbindungspreise für Neukunden
- Regierungsberater fordern Änderung der Biosprit-Politik
- EU-Kommission pocht auf 20-Prozent-Ziel für erneuerbare Energie
- Virtuelles Wunderland? - Vor einem Jahr begann Hype um Second Life
- Telekom verzeichnet Schub bei DSL-Kunden
- Zeitung: Neun EU-Länder einigen sich weitgehend auf Energiekonzept
- US-Ölpreis nahezu unverändert bei 90 Dollar
- Zeitung: Bochumer Nokia-Werk laut internem Papier sanierungsfähig
- Bush wirbt für Atomkraft gegen Klimawandel
- Telekom widerspricht Beschwerden der DSL-Wettbewerber

