Nostalgie und Kosten: Streit um die Berliner Gaslaternen

Berlin (dpa) - In Berlin ist ein Streit um den Erhalt der traditionellen Gaslaternen aufgeflammt. Während die Berliner Linkspartei die altehrwürdigen Leuchten auf Strassen und Plätzen erhalten will, spricht sich die FDP für eine Modernisierung der Strassenbeleuchtung aus. "Die alten Gas-Funzeln sind eine Technik von vorgestern", sagte der Berliner FDP-Abgeordnete Klaus-Peter von Lüdeke am Mittwoch. Es gehe um Kosten und Effizienz, nicht um "Nostalgie-Gedanken".

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Bild: Gelb leuchtendes Hausmodell unter anderen unbeleuchteten Bild: ©Spectra-Design/fotolia.com / Text: dpa
Die Linkspartei will sich in der rot-roten Regierungskoalition jedoch dafür stark machen, die Gaslaternen zu erhalten, teilte die Partei am Mittwoch mit. Berlin brauche ein neues, gesamtstädtisches Konzept für seine Strassenbeleuchtung. Dabei sollten auch unsichere Betonmasten ersetzt werden und Energie sparende Natriumdampfleuchten schrittweise installiert werden.

Für die Strassenbeleuchtung in ganz Berlin ist das Bezirksamt Mitte zuständig. Die Behörde hatte bereits im August vorgeschlagen, die Gaslaternen bis 2007 abzuschaffen. Ihre Argumente lauten, dass mit Strom betriebene Laternen weniger Energie verbrauchen. Sie seien auch weniger störanfällig. Glühkörper für Gaslaternen würden in Europa auch nicht mehr hergestellt und müssten teuer importiert werden. Für den Erhalt der Gaslaternen, die seit 1826 in Berlin leuchten, haben sich allerdings immer wieder Bürgerinitiativen eingesetzt, die den gold-gelben Schimmer der Leuchten bei Nacht nicht missen möchten.

In Berlin gibt es nach Medienberichten unter den rund 230 000 Strassenlaternen noch rund 44 000 Gasleuchten, darunter viele in den Altbauvierteln von Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf oder Steglitz. Über grundlegende Änderungungen in der Berliner Strassenbeleuchtung kann nur das Abgeordnetenhaus entscheiden. Das könne aber noch dauern, sagte von Lüdeke. Die Parteien würden jetzt sicher verschiedene Initiativen einbringen.

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