Nord Stream nimmt seine Ostsee-Pipeline ein Jahr später in Betrieb

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Bild: palniki gazowe


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Zug (dpa) - Das russisch-europäische Konsortium Nord Stream nimmt seine Ostsee-Pipeline ein Jahr später in Betrieb als ursprünglich geplant. Die Verschiebung von 2010 auf 2011 biete auch die Möglichkeit, ökologische Aspekte weiter zu diskutieren, sagte Nord Stream-Sprecher Jens Müller am Donnerstag. Tags zuvor hatte das Europaparlament strenge Umweltauflagen gefordert.

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Der Aktionärsausschuss des Konsortiums, dem der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vorsteht, habe schon Anfang Juni beschlossen, dass durch den ersten Leitungsstrang erst von 2011 an jährlich 27,5 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas gepumpt werden soll, sagte Müller auf Anfrage. "Das gibt auch mehr Zeit für eine solchen Dialog", fügte er hinzu.

Nord Stream rechnet für 2009 mit der Genehmigung für den Pipelinebau. Ein Jahr später soll mit der Verlegung der Rohre begonnen werden. Das Europaparlament verlangt eine unabhängige Umweltstudie des Projekts. Sollte durch den Bau die Gefahr einer "ökologischen Katastrophe" drohen, fordern die Parlamentarier eine Reduzierung des Projekts, das mehrjährige Bauarbeiten auf 2400 Quadratkilometern erfordert. Die knapp 1200 Kilometer lange Leitung soll jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas durch die Ostsee vom russischen Wyborg bis Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern pumpen. In Polen, im Baltikum und in Schweden stößt das Projekt auf starke Bedenken.



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