Nord Stream 2: EU will Ausbau sorgfältig prüfen

Riga - Wegen starker Kritik am geplanten Ausbau der Ostsee-Gasleitung von Russland nach Deutschland will die EU-Kommission Nord Stream 2 sorgfältig prüfen. Das erklärte Behörden-Vizechef Valdis Dombrovskis am Freitag bei einer Konferenz in der lettischen Hauptstadt Riga.

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Bild: Ferngasleitung Bild: ©sss78/fotolia.com / Text: dpa

Der für Energie zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, will prüfen, ob die vom russischen Energiekonzern Gazprom mit westeuropäischen Firmen vereinbarte Erweiterung mit den Zielen der EU-Energiepolitik und dem Wettbewerbsrecht vereinbar sei. 

Mit dem Ausbau könnte die krisengeschüttelte Ukraine als bislang wichtigstes Transitland für russisches Erdgas nach Westeuropa an Bedeutung verlieren. "Das Projekt Nord Stream 2 ist anti-ukrainisch und anti-europäisch", sagte der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk.

Auch mehrere östliche EU-Staaten hatten die Pläne zuvor kritisiert. Der US-Botschafter bei der EU, Anthony Gardner, meinte: "Für Nord Stream 2 gibt es keine wirtschaftliche Rechtfertigung." Es würden damit nur die gleichen Liefermengen über neue Routen an die gleichen Kunden gebracht, sagte er. Die Leitung würde die Möglichkeit der Ukraine verringern, Gaslieferungen von Russland nach Westeuropa zu unterbrechen.

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