Nokia verliert weiter Marktanteile und kündigt neuen Preiskampf an

dpa | 16.07.2004
Bild: Hand mit Smartphone


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Helsinki (dpa) - Der finnische Handykonzern Nokia hat im zweiten Quartal weitere Marktanteile verloren, will diesen Trend aber bis zum Jahresende mit neuen Preisinitiativen wenden. Wie der grösste Handyhersteller der Welt am Donnerstag mitteilte, sank der Marktanteil im zweiten Quartal auf 31 Prozent gegenüber 32 Prozent in den ersten drei Monaten. Der Umsatz ging um fünf Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zurück. Die Nokia-Aktie sackte nach Veröffentlichung der Zwischenbilanz in Helsinki um 15 Prozent auf 9,69 Euro.

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Der Vorsteuergewinn stiegum 98 Millionen Euro auf 907 Millionen Euro. Für 2004 sagt Nokia den Gesamtabsatz von 600 Millionen Handys weltweit für die Branche voraus. Konzernchef Jorma Ollila begründete die Niedrigpreispolitik bei neuen Handy-Modellen damit, dass dieses Instrument in den letzten Monaten die eigenen Marktanteile stabilisiert habe. Das finnische Unternehmen hatte noch vor Jahresfrist 38 Prozent des weltweiten Absatzes für sich verbucht, aber seitdem gegen Motorola (derzeit 16 Prozent), Samsung (12 Prozent), Siemens (8 Prozent) und Sony Ericsson (6 Prozent) stark an Boden verloren.

Sony Ericsson veröffentlichte ebenfalls am Donnerstag in Tokio und Stockholm eine überraschend positive Zwischenbilanz mit einem Vorsteuergewinn von 113 Millionen Euro. Das vor drei Jahren gegründete schwedisch-japanische Gemeinschaftsunternehmen korrigierte seine Gesamtprognose für die Handybranche auf einen Absatz von 550 auf 600 Millionen Einheiten für 2004 nach oben.

Ollila räumte ein, dass die Nokia-Strategie mit Preissenkungen den erwarteten Gewinn nach dem dritten und vierten Quartal auch bei einem erneuten Anstieg der Marktanteile belasten werde. "Wir rechnen damit, dass unsere Ertragslage in der zweiten Jahreshälfte unter Druck kommen wird", sagte der Nokia-Chef. Vor allem diese Aussage galt in Helsinki als Auslöser für den kräftigen Sturz des Aktienkurses, der auch die direkten Konkurrenten mitzog. "Die Margen im Geschäft mit Mobiltelefonen sind weiter unter Druck und genau das ist das Schlimmste", sagte Jussi Hyoety, Analyst bei FIM Securities.



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