Nokia: Schwäche bei Smartphones führt zu Gewinneinbruch
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Helsinki - Dem finnischen Handyhersteller Nokia macht seine Schwäche bei den lukrativen Smartphones schwer zu schaffen. Der weltgrößte Handyhersteller musste im zweiten Quartal einen deutlichen Einbruch hinnehmen: Die Gewinne sanken um 40 Prozent auf 227 Millionen Euro. Dies teilte Nokia am Donnerstag mit.
Als Grund gilt, dass dem Marktführer gute Modelle bei den sogenannten Smartphones fehlen. Mit dem Einbruch traf es den Konzern noch härter als von Analysten befürchtet, die mit einem Minus von 30 Prozent gerechnet hatten. Der Umsatz von Nokia legte leicht zu auf 10,0 Milliarden Euro.
Nokia ist zwar immer noch der weltgrößte Handyhersteller, verkauft aber vor allem kleine Standardhandys, die nicht viel Gewinn abwerfen. Hier gehören die Entwicklungsländer inzwischen zu den Hauptmärkten des Konzerns. Allerdings hat Nokia den Trend zu den sogenannten Smartphones, einer Kombination von Handy und Kleincomputer, verschlafen.
Hier geben inzwischen Konkurrenten wie Apple mit seinem iPhone, RIM mit dem Blackberry oder Google, Samsung oder der taiwanische Hersteller HTC den Ton an. In dem Markt lassen sich deutlich höhere Preise verlangen und mehr Geld verdienen. So vermeldete Apple am Mittwoch einen Redkordgewinn von 3,25 Milliarden Dollar (2,51 Milliarden Euro) für das zweite Quartal.
Der Aktienkurs von Nokia ist zuletzt auf den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren gefallen. Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo soll nach einem Bericht des "Wall Street Journal" wegen des Smartphone-Debakels demnächst abgelöst werden.
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