Nokia besetzt Konzernspitze mit Microsoft-Manager - N8 neuer Hoffungsträger
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Espoo/Helsinki - Der Handyhersteller Nokia hat einen neuen Chef. Der kanadische Microsoft-Manager Stephen Elop löst am 21. September den Finnen Olli-Pekka Kallasvuo an der Konzernspitze ab. Das teilte das Unternehmen am Freitag in Espoo bei Helsinki mit. Der 57-jährige Kallasvuo galt wegen Nokias fehlendem Erfolg gegenüber Smarthpone-Konkurrenten wie Apple mit seinem iPhone, dem Blackberry-Hersteller Research in Motion oder Modellen mit Googles Android-Betriebssystem seit längerem als angeschlagen.
"Die Zeit ist reif, um die Erneuerung des Konzerns zu beschleunigen", sagte Nokias-Aufsichtsratschef Jorma Ollila zu seiner Ablösung durch Elop vom Software-Konzern Microsoft. Elop sei mit seinem "starken Software-Hintergrund und nachweislichen Erfahrungen als Umstellungsmanager" der richtige Mann dafür.
Der 46-jährige IT-Ingenieur aus Kanada war seit 2008 bei Microsoft für die Geschäftskundensparte zuständig. Er sagte über seinen Wechsel an die Nokia-Spitze: "Ich bin extrem begeistert." Nokia habe eine "einzigartige globale Position und einen großartigen Namen".
Nokia hat seit mehr als einem Jahrzehnt den Weltmarkt für Mobiltelefone mit einem Marktanteil von bis zu 40 Prozent souverän beherrscht. Zuletzt taten sich die Finnen beim weltweiten Siegeszug anspruchsvoller Smartphones aber schwer. Die Finnen sind zwar immer noch nach Marktanteilen größter Handyhersteller weltweit. Vor allem im lukrativen Smartphone-Geschäft hat Nokia aber den Anschluss an Konkurrenten wie Apple oder Blackberry-Hersteller Research in Motion verloren. Für zusätzlichen Druck sorgen Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android.
Kallasvuo hatte Ollila 2005 an der Konzernspitze abgelöst. Er arbeitete vorher 25 Jahre in verschiedenen Funktionen bei Nokia, wo früher auch Gummistiefel und Fernsehapparate hergestellt wurden. Nach der Ankündigung aus der Nokia-Zentrale im Helsinki-Vorort Espoo soll Kallasvuo nur noch seinen Posten als Aufsichtsratschef beim Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) behalten.
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