Niederländische Gasunie steigt bei Ostseepipeline-Projekt ein
dpa
Moskau (dpa) - Der niederländische Gasversorger Gasunie ist mit neun Prozent in das Projekt zum Bau der Ostseepipeline von Russland nach Deutschland eingestiegen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde von Gasunie-Chef Marcel Kramer und dem Vorstandschef des weltweit größten Gasproduzenten Gasprom, Alexej Miller, unterzeichnet, wie Gasprom am Donnerstag in Moskau mitteilte. Gasprom werde seinen Anteil von 51 Prozent an der Betreibergesellschaft halten. Die beiden deutschen Gesellschafter E.ON Ruhrgas und BASF-Tochter Wintershall, die bislang jeweils 24,5 Prozent hielten, sollen nach Gasprom-Angaben je 4,5 Prozent der Anteile an Gasunie verkaufen.
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Gasunie und Gasprom würden auch beim Betrieb der Gasleitung BBL zwischen den Niederlanden und Großbritannien zusammenarbeiten, teilte der niederländische Wirtschaftsminister Joop Wijn nach der Unterzeichnung in Moskau mit. Neben Gasunie hatten unter anderem auch Gaz de France sowie die britischen Centrica und BP Interesse an dem Projekt bekundet. Betreiber der künftigen Erdgasleitung ist die North European Gas Pipeline Company (NEGPC), die am Mittwoch unter dem neuen Namen - Nord Stream - ihren Unternehmenssitz in der schweizerischen Stadt Zug eröffnet hat.
Durch die Ostsee-Pipeline sollen ab 2010 jährlich bis zu 27,5 Milliarden Kubikmeter Gas gepumpt werden. Mit einem zweiten Strang soll die Leistung in den darauf folgenden Jahren verdoppelt werden. Die 235 Kilometer lange BBL-Pipeline zwischen den Niederlanden und Großbritannien soll im Dezember in Betrieb genommen werden. Aktionäre sind Gasunie mit 60 Prozent, E.ON Ruhrgas (20 Prozent) und das belgische Unternehmen Fluxys (20 Prozent). Über die Pipeline mit einer Jahresleistung von 16 Milliarden Kubikmetern soll künftig auch russisches Gas nach Großbritannien fließen.
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