Neues Labor für Sicherheit von Kernkraftwerken in Dresden

dpa
Bild: Kühltürme


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Dresden - Die Sicherheit von Kernkraftwerken soll ein neues Labor am Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) erhöhen. Der FZD-Kernphysiker Andreas Wagner sagte am Freitag, dass die Materialbeschaffenheit von Reaktordruckbehältern mit der Anlage gemessen und damit die Laufzeit der Werke optimiert werden könne. Das sei weltweit in dieser Form einmalig. Durch sogenannte Neutronen-Versprödung entstehende Fehlstellen sollen so aufgespürt werden. Wagner teilte mit, dass auch Schweißnähte bis in den Bereich von Nanometern (Milliardstel Metern) überprüft werden könnten.


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Läuft ein Kernkraftwerk an, ist der Stahl des Reaktordruckbehälters noch zäh und kann auftretende Spannungen im Material abbauen. Die jahrelange Bestrahlung mit Neutronen führe aber zu Fehlstellen im Kristallgitter des Stahls, der hart und spröde werde, teilte das FZD mit.

Die Forschungseinrichtung widmet sich auch einem anderen Aspekt: der sogenannten Transmutation. "Sie ist eine Alternative zum bisherigen Konzept der atomaren Endlagerung", sagte Wagner. Bei der Transmutation werden langlebige radioaktive Produkte wie Plutonium durch Spaltreaktionen in kurzlebigere umgewandelt. Bei bestimmten Plutonium-Isotopen hoffen die Forscher, die Halbwertzeit von 200 000 Jahren so auf 1000 Jahre senken zu können.



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