Neues Gasvorkommen entscheidend für Brasiliens Politik
AFP
Rio de Janeiro (AFP) - Die Entdeckung neuer riesiger Erdgasvorkommen in Brasilien könnte dem Land nach Einschätzung des staatlichen Energiekonzerns Petrobras eine Neuausrichtung seiner Energiepolitik ermöglichen. "Eine Entdeckung dieses Umfangs ist entscheidend dafür, dass die Regierung ihre Energiestrategie neu entwirft", sagte der Petrobras-Chef für Förderung und Produktion, Guilherme Estrella, am Dienstag (Ortszeit) zur Entdeckung des Júpiter genannten Gasvorkommens. So trage die Entdeckung zur Unabhängigkeit des Landes von Gasimporten bei. Außerdem werde sie Brasiliens Beziehungen zu seinen Nachbarländern beeinflussen.
- Anzeige -
"Verhandlungen werden leichter, wenn sie aus einer bequemeren Position heraus geführt werden können", betonte Estrella mit Blick auf die neu entdeckten Gasvorkommen. Brasilien hatte bis Februar vergangenen Jahres unter einem monatelangen Streit mit Bolivien gelitten, das für seine umfangreichen Gaslieferungen mehr Geld gefordert hatte.
Die Entdeckung von Júpiter war am Montag bekannt gegeben worden. Petrobras hält an dem Gasvorkommen 80 Prozent, das portugiesische Unternehmen Galp Energia die übrigen 20 Prozent. Es liegt in der Region Cuenca de Santos im Süden Brasiliens gut 5000 Meter unter der Erdoberfläche. Seine genaue Größe wurde bislang noch nicht bestimmt. Es könnte offenbar aber ähnlich groß sein wie ein kürzlich entdecktes Erdölvorkommen, mit dessen Umfang von fünf bis acht Milliarden Barrel Öl Brasilien zu einem ähnlich wichtigen Erdölexporteur wie die arabischen Staaten, Nigeria oder Venezuela werden könnte.
Weitere Nachrichten vom 24.01.2008
- Teilprivatisierung der Stadtwerke Leipzig vor neuen Hindernissen
- Windradbauer Nordex erweitert Rostocker Werk - 300 neue Stellen
- UN-Generalsekretär: Welt muss sich dem Wasserproblem zuwenden
- Traumrendite und 40 Prozent Marktanteil für Nokia-Handys
- Mobilfunkanbieter simply bringt neue Tarife - 8,5 Cent in alle Netze
- Gericht bestätigt VDSL-Entscheidung der Bundesnetzagentur
- Studie: Deutsche Web-Nutzer europaweit Nummer 2 beim Online-Shoppen
- Verband erwartet dauerhaft hohe Strompreise
- Kouchner verteidigt Mittelmeerunion und Atomkraft
- Webshop-Kunden kriegen Ware nicht garantiert zum genannten Preis
- Forscher: Deutschland kann EU-Klimaschutz-Paket gut schultern
- Ukraine verlangt höhere Transitgebühren für russisches Gas
- Studie: Wettbewerb auf Strommarkt kommt in Schwung
- Merkel: Internet-Kompetenz ist Schlüssel für Bildungserfolg
- Petitionsausschuss: Schadstoffwerte für Pellet-Heizungen verschärfen
- eBay-Chefin Whitman tritt ab
- Ölpreise gestiegen - Erholung von Vortagesverlusten

