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Neues Biogas-Joint-Venture plant Millionen-Investitionen in Bayern

dpa | 17.11.2006
Bild: palniki gazowe


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München (dpa) - Mit einem neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen wollen das Biogasunternehmen Schmack und die Erdgas Südbayern GmbH die Biogaserzeugung in Bayern vorantreiben. An dem Joint Venture Energiefeld Bayern GmbH & Co. KG mit Sitz in München sind beide Unternehmen über Tochtergesellschaften jeweils zur Hälfte beteiligt. In den kommenden fünf Jahren soll das Gemeinschaftsunternehmen mehr als 30 Millionen Euro in den Bau mehrerer Anlagen für Strom und Wärme aus Biogas in Südbayern investieren. "Wir reagieren mit unserer Entscheidung nicht nur auf den technischen Fortschritt bei Biogas, sondern passen uns damit auch der Nachfrage unserer Kunden nach "heimischer" Energie an", sagte der Geschäftsführer von Erdgas Südbayern, Dieter Rathsam, am Freitag in München.

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Derzeit seien zehn Standorte für Anlagen in Ober- und Niederbayern in der Prüfung, das erste Projekt werde Ende kommenden Jahres in Betrieb gehen. Dank des technischen Fortschrittes sei es mittlerweile möglich, Biogas in großen Mengen auf Erdgasqualität zu veredeln. So könne es dezentral erzeugt und in die Versorgungsnetze eingespeist werden. "Damit sichert sich Biogas einen festen Platz im Energiemix", hieß es. Für die Anlagen kämen Standorte in Frage, die entweder in der Nähe von Erdgasleitungen lägen, in die das Gas eingespeist werde könne, oder in der Nähe größerer Wärme-Abnehmer wie Kommunen, sagte Ulrich Schmack, Vorstandschef der Schmack Biogas AG, die im Mai an der Börse gestartet war.

Die Biogas-Erzeugung helfe auch, Arbeitsplätze in der Landwirtschaft zu sichern, da die nachwachsenden Rohstoffe wie vor allem Mais in der heimischen Landwirtschaft angebaut würden, sagte Schmack. In Deutschland habe es Ende 2005 rund 2700 Biogasanlagen gegeben. Heute könnten etwa 2,4 Prozent des gesamten Erdgasbedarfs ersetzt werden. Langfristig sei vorstellbar, dass etwa ein Drittel der 15 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche in Deutschland für die Biogaserzeugung genutzt werde, sagte Schmack. Damit könnte die Hälfte des gesamten Erdgasbedarfs in Deutschland gedeckt werden. Dies würde die deutschen Verbraucher unabhängiger von Erdgas-Importen machen.



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