Neue Zuhause-Kraftwerke ab 45.000 kWh pro Jahr verfügbar
Unkel/Hamburg - Die neuen Minikraftwerke von VW und dem Energieversorger LichtBlick seien für normale Wohnhäuser nicht geeignet. Wolfgang Suttor vom Bund der Energieverbraucher in Unkel bei Bonn sagte dem dpa-Themendienst, dass sie für Ein- oder Zweifamilienhäuser heillos überdimensioniert seien. Sinnvoll seien die Aggregate erst für Häuser ab zehn Wohneinheiten. Ralph Kampwirth, LichtBlick-Sprecher in Hamburg, sagte, dass sie die sogenannten Zuhause-Kraftwerke nur an Kunden mit einem minimalen Gasverbrauch von 45.000 Kilowattstunden im Jahr vermieteten. Diesen Verbrauch könne man aber auch mit einem Zwei-Familien-Haus erreichen.
Mit einer Leistung von 20 Kilowatt Strom- und 34 Kilowatt Wärmeerzeugung sind die neuen Minikraftwerke mit VW-Gasmotoren laut Suttor wesentlich stärker als kleine Blockheizkraftwerke für Wohnhäuser, die schon ab ein bis drei Kilowattstunden Heizleistung erhältlich sind. Bestens geeignet seien die Geräte, die zugleich Wärme und Strom erzeugen, für große Mietshäuser, Kleingewerbe und öffentliche Gebäude wie Schwimmbäder oder Kindertagesstätten.
Zumal sie als "Wohlfühlpaket" geliefert werden - Wartung und Abrechnung übernehmen die Betreiber. Deshalb sei das neue Konzept für die Masse der Verbraucher auch interessanter als normale Blockheizkraftwerke, die einen "fürchterlichen Aufwand" mit sich brächten, sagt Suttor, der sich selbst als großen Anhänger der Kraft-Wärme-Kopplung bezeichnet.
5.000 Euro müssen Verbraucher für die Installation bezahlen, die Anlage bleibt im Besitz von LichtBlick, wie Kampwirth erklärt. Sie werde nach dem Plug-and-Play-Prinzip komplett angeliefert und ans Gasnetz angeschlossen.
Die ersten Aggregate würden im Frühjahr 2010 in Hamburg ausgeliefert, im Laufe des Jahres sollen sie in ganz Deutschland verfügbar sein. Insgesamt will Lichtblick 100.000 Minikraftwerke vermieten. Dies entspreche einer Kapazität von zwei Atomkraftwerken.
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