Neue Technik bringt mehr Windstrom ins norddeutsche Stromnetz
Schleswig-Holstein deckt rund 30 Prozent seines Strombedarfs aus Windkraft und damit mehr als jedes andere Bundesland. Die Windenergieanlagen zwischen Nord- und Ostsee können rund 2300 Megawatt Strom produzieren; bis zum Jahr 2008 sollen weitere 200 Megawatt dazukommen. "Mit der neuen Technik des Freiland-Monitorings leistet die E.ON Netz einen wichtigen Beitrag zur Sicherung und zum Ausbau des Windkraft-Standorts Schleswig-Holsteins", sagte Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU). Das gelte besonders für den Ersatz älterer Anlagen an Land durch neuere, stärkere Windkraftwerke.
Fuchs erklärte, durch den Einsatz der verbesserten Technik könne der Ausbau des Stromnetzes eine Nummer kleiner ausfallen. "Ohne das Freileitungs-Monitoring müssten wir das Netz in deutlich stärkerem Maße ausbauen", sagte er. "Unser Ansatz lautet: Netzoptimierung vor Verstärkung vor Ausbau." E.ON untersuche seit Jahren Technologien, um die Übertragungskapazität von Freileitungen zu erhöhen.
Als "ersten Schritt in die richtige Richtung" wertete der Bundesverband Windenergie den Startschuss im Umspannwerk Henstedt- Ulzburg. "Damit erfüllt nun auch E.ON internationale Standards, die etwa in Großbritannien, Irland oder den Niederlanden gang und gäbe sind", sagte Vizepräsident Hermann Albers. "Bei kälterer Witterung oder viel Wind passt eben mehr Strom durch die Leitungen."
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