Neue Regeln zur Rufnummernlänge im Ortsnetz
Bonn - Für die insgesamt 5.200 Ortsnetzbereiche hat die Bundesnetzagentur neue Regeln zur Rufnummernlänge veröffentlicht. Ab dem 1. Juli 2011 erhalten Verbraucher, die eine neue Rufnummer benötigen, nur noch elfstellige Ortsnetzrufnummern. Die Länge der Rufnummer ergibt sich dabei jeweils aus der Ortsnetzkennzahl ohne die führende „0“ + der Zielrufnummer. Ausgenommen von dieser Regel sind die Ortsnetzbereiche mit zweistelliger Ortsnetzkennzahl; das sind Berlin (0)30, Hamburg (0)40, Frankfurt (0)69 und München (0)89. Hier werden weiterhin zehnstellige Rufnummern vergeben. Von der Regelung nicht betroffen sind die Bestandskunden, die keine neue Rufnummer benötigen. Für die Umsetzung wurde ein Zeitplan festgelegt, der eine großzügige Übergangslösung vorsieht.
"Bereits in den letzten Jahren war aufgrund des ständig steigenden Rufnummernbedarfs in mehreren Ortsnetzen die Vergabe elfstelliger Rufnummern notwendig. Um Rufnummernknappheiten zu vermeiden und um durch die Vereinheitlichung effizientere Geschäftsprozesse sowohl bei der Nummernverwaltung als auch beim Netzbetrieb zu ermöglichen, haben wir nunmehr nach einer öffentlichen Anhörung die neuen Regelungen zur bundesweiten Umstellung getroffen", erläuterte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. "Insbesondere können wir durch die Maßnahme sicherstellen, dass kurzstellige Rufnummern von Telefonkunden weitestgehend bestehen bleiben und nicht in langstellige Rufnummern umgewandelt werden müssen, um so zusätzliche freie Rufnummern zu erzeugen."
"Neue Techniken und preisgünstige Angebote führen zur Umwandlung analoger Anschlüsse in ISDN-Anschlüsse mit mehreren Rufnummern, zum zusätzlichen Abschluss von Internet-Telefonieverträgen mit einer eigenständigen Rufnummer und zur Vergrößerung von geschäftlich genutzten Telefonanlagen. Damit ist die anhaltend hohe Nachfrage nach neuen Ortsnetzrufnummern ein Zeichen der erfolgreichen Liberalisierung des Telekommunikationsmarkts. Diese hat durch intensiven Wettbewerb leistungsstärkere und preiswertere Produkte hervorgebracht", betonte Kurth.
Weitere Nachrichten vom 08.05.2009
- Die wichtigsten Tipps zum Schutz für Kinder im Internet
- KfW fördert neuerdings auch kleine Energiesparmaßnahmen
- EnBW startet trotz Krise stabil ins Jahr
- Wettbewerber senken Preise stärker als Grundversorger
- EU: Mit neuen Pipelines mehr Energiesicherheit in Europa schaffen
- E.ON und RWE: Verdacht auf Strompreismanipulation an der Börse
- E.ON-Chef Wulf Bernotat plant Wechsel zu britischem Ölkonzern BP
- Ölpreise klettern weiter nach oben

