Neue Kontrolle: NRW sieht gute Chancen für sinkende Energiepreise
dpa
Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Energieminister Axel Horstmann (SPD) erwartet von der Kontrolle der Strom- und Gasnetze durch die neue Regulierungsbehörde eine spürbare Preissenkung. Der Streit zwischen Bundestag und Bundesrat um die Rechte der Kontrolleure müsse deshalb im Interesse von Industrie und Haushalten schnell beendet werden, forderte Horstmann nach einem Treffen mit Chefregulierer Mattias Kurth am Mittwoch in Düsseldorf.
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Die Regulierungsbehörde soll die Nutzungsentgelte für die Strom- und Gasnetze kontrollieren. Umstritten ist, ob sie vorher oder nachträglich eingreifen soll. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) will eine nachträgliche Missbrauchskontrolle. Eine Vorabgenehmigung der Entgelte, wie sie unter anderem Hessen fordert, wäre bei rund 1700 Strom- und Gasnetzen ein nicht zu bewältigender bürokratischer Aufwand, sagte Horstmann.
Nach Angaben von Kurth beträgt der Anteil der Netzkosten am Strom- und Gaspreis rund ein Drittel. Die Kostenstrukturen seien aber wenig transparent. Der Chef der Regulierungsbehörde sieht ebenfalls Spielraum für Preissenkungen. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten, dass eine Kontrolle zu mehr Effizienz bei den Netzentgelten führten. "Ich würde mich sehr wundern, wenn das in Deutschland nicht möglich ist", sagte Kurth.
Horstmann schlug einen Kompromiss für Verhandlungen im Vermittlungsausschuss vor. Denkbar sei es, die Vorab-Kontrolle auf die vier Höchstspannungsnetze in Deutschland oder Netze mit besonders hohen Preissteigerungen zu beschränken.
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