Neue Klagen gegen "Musikpiraten" - Größter Schlag der US-Industrie [Update]
dpa
Weitere Informationen
- Musikindustrie verlangt von Internetanbietern Namen von Kunden
- Zuckerbrot und Peitsche: US-Verband macht Ernst gegen Musikpiraten
- Musikindustrie fordert 2.000 Dollar von zwölfjährigem Mädchen wegen Musiktausch
- Rückschläge für Musikindustrie im Kampf gegen Internet-Piraten
- Drohgebärden wirken: Amerikaner tauschen weniger Musik im Internet
gesamtes Archiv
Washington (dpa) - Die US-Musikindustrie hat im Kampf gegen "Musikpiraten" zum bisher schwersten Schlag ausgeholt und mehr als 500 Personen verklagt. Damit will der einflussreiche Verband der US- Musikindustrie (RIAA) nach eigenen Angaben dokumentieren, dass er in seinen Kampf gegen das illegale Tauschen von Musik nicht nachlässt. "Wir können und wir werden auf regelmässiger Basis Klagen gegen jene einreichen, die illegal urheberrechtlich geschützte Musik tauschen", sagte RIAA-Chef Cary Sherman.
- Anzeige -
Bereits im vergangenen Herbst hatte der Verband mehr als 250 Klagen eingereicht, sich dann aber in den meisten Fällen mit den Betroffenen geeinigt. Nach amerikanischen Medienberichten mussten die Beklagten im Schnitt 3000 Dollar zahlen. In dem neuen Fall hat die Musikindustrie die Betroffenen noch nicht benannt, sondern sie nur über die Internetadresse ihrer Computer identifiziert. Im nächsten Schritt sollen die Internetprovider nun gerichtlich gezwungen werden, die Namen ihrer Kunden zu nennen.
Alarmiert wurde die Industrie von Berichten, dass das illegale Tauschen im Internet nach einem deutlichen Rückgang in den USA wieder am Ansteigen war. Nach Angaben der Marktforschungsgruppe NPD verzeichneten die Onlinetauschbörsen im Oktober und November wieder einen Zuwachs. Sie hatten mit Beginn der ersten Klagen im vergangenen Frühjahr einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Zugleich waren Onlineshops wie iTunes aufgeblüht, bei denen Computernutzer für durchschnittlich 99 Cents Songs legal herunter laden können.
Weitere Nachrichten vom 22.01.2004
- eBay mit Rekordgewinn - Rasantes Wachstum [Update]
- Windbranche zieht Bilanz für 2003: Netzbetreiber berechnen zu viel für Windenergie
- Ermittlungen gegen Windenergie-Firmen wegen Betruges und Untreue [Update]
- Urteil: Telekom darf Wettbewerber rückwirkend zur Kasse bitten
- Internet Explorer dominiert mit 94,8 Prozent Marktanteil
- Nachteile für Ostfirmen Emissionsrechtehandel befürchtet
Surf-Tipps

