Neue Fehler an schwedischem Atomreaktor verzögern Inbetriebnahme
dpa | 02.10.2006
Stockholm (dpa) - Der seit gut zwei Monaten abgeschaltete Reaktor 2 des schwedischen Atomkraftwerks Forsmark ist am Wochenende wegen neuer technischer Probleme nicht wie geplant ans Netz gegangen. Wie ein Sprecher der staatlichen Strahlenschutzbehörde SKI in Stockholm mitteilte, scheiterte die kurz zuvor genehmigte Inbetriebnahme in der Nacht zum Samstag an Fehlfunktionen im Überwachungssystem für den Neutronenfluss beim Anfahren.
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Die Behörde hatte für beide Reaktoren in Forsmark am Donnerstag nach aufwendigen Umbauten an den Sicherheitseinrichtungen grünes Licht für den Neustart gegeben. Reaktor 1 konnte danach sofort ohne Probleme angefahren werden. In diesem Reaktor hatte es am 25. Juli einen als ernst eingestuften Störfall gegeben, als nach einem Kurzschluss mit Reaktor-Stillstand zwei Notkühlsysteme nicht wie vorgesehen automatisch den Betrieb aufnahmen.
Wegen der der danach festgestellten Sicherheitsmängel hatte die Strahlenschutzbehörde die Abschaltung beider Forsmark-Reaktoren sowie zweier gleichartiger Reaktoren im Kraftwerk Oskarshamn verfügt. Diese bleiben noch bis Jahresende stillgelegt. In Forsmark sei für Montag ein neuer Versuch zur Inbetriebnahme vorgesehen, hieß es am Sonntag in Medienberichten.
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