Netzentgelte treiben auch Gaspreise hoch
Heidelberg - Verivox hat ermittelt, dass die Gasnetzentgelte zum Jahreswechsel um durchschnittlich 10 Prozent steigen werden. Für einen Musterhaushalt entspricht dies Mehrkosten von rund 34 Euro pro Jahr.
Wie im Strombereich veröffentlichen die Gasnetzbetreiber derzeit ihre voraussichtlichen Netzgebühren für das Jahr 2013. Auch hier gibt es Erhöhungen von rund 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
„Im Strombereich begründen die Netzbetreiber ihre Erhöhungen mit den hohen Anschlusskosten für Erzeugungsanlagen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien“, sagt Dagmar Ginzel, Energieexpertin bei Verivox. „Die Gasnetzbetreiber haben diese Belastungen jedoch nicht.“
Durchschnittlicher Gaspreis steigt um 34 Euro pro Jahr
Die Netzentgelte für einen Verbrauch von 20.000 kWh Gas liegen derzeit im Bundesdurchschnitt bei 282 Euro. Im kommenden Jahr werden sie voraussichtlich bei 311 Euro liegen. Da auf diesen Preisbestandteil noch die Mehrwertsteuer angerechnet wird, belaufen sich die Mehrkosten auf rund 34 Euro pro Jahr. Der Verivox-Verbraucherpreisindex Gas (Verbrauch 20.000 kWh) wird um 3 Prozent auf jährliche Gesamtkosten von 1.336 Euro ansteigen.
Preisvergleich und Anbieterwechsel halten Kosten im Zaum
Da die Energiepreise zum Jahreswechsel auf breiter Front ansteigen werden, raten die Experten von Verivox zum Preisvergleich. Dazu werden lediglich die Postleitzahl und der Jahresverbrauch benötigt.
„Die Preisunterschiede der Versorger sind aufgrund des dynamischen Beschaffungsmarktes im Gasbereich sehr hoch. Wer zum günstigsten verfügbaren Tarif mit gleichen Konditionen wechselt, kann durchschnittlich 321 Euro einsparen“, so Ginzel.
Der Wechsel selbst ist einfach und geht schnell. Der neue Versorger übernimmt die Kündigung beim bisherigen Anbieter. Nur im Falle einer Preiserhöhung sollte die Kündigung selbst durchgeführt werden. Beim Gasanbieterwechsel ist die ununterbrochene Versorgung genau wie im Bereich Strom gesetzlich garantiert. Die Angst, im Dunkeln oder in der Kälte zu stehen, ist daher unbegründet.
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