Netzanschlusskrise: Offshore-Branche braucht Hilfe vom Staat

dpa | 20.07.2012
Bild: Offshore-Windanlage


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Hannover - Zahlreiche Kilowattstunden Windstrom warten vergeblich darauf, ins deutsche Netz eingespeist zu werden. Grund: Der niederländische Netzbetreiber Tennet hat erhebliche Probleme beim Anschluss von Offshore-Windparks. Die Landesregierung von Niedersachsen fordert nun Hilfe vom Staat.


Angesichts des stockenden Anschlusses von Offshore-Windparks hat die niedersächsische Landesregierung ihre Forderung nach einer Netzgesellschaft mit Beteiligung des Bundes bekräftigt. "Das Problem muss gelöst werden - und es muss mit staatlicher Hilfe gelöst werden", sagte Ministerpräsident David McAllister (CDU) am Freitag im Landtag in Hannover. Anfang Juli hatte auch Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) bei einem Besuch in Niedersachsen erklärt, dass es beim Anschluss von Windparks in der Nord- und Ostsee an das Stromnetz zügiger vorangehen müsse.

Hintergrund ist vor allem die mangelnde Eigenkapital-Ausstattung des niederländischen Netzbetreibers Tennet. Dies verzögert die Einbindung von Windkraftanlagen auf hoher See ins Stromnetz. Die durch Tennet ausgelöste "Netzanschlusskrise" dürfe nicht dazu führen, dass die Energiewende in Verzug gerate und Arbeitsplätze gefährdet werden, sagte Umweltminister Stefan Birkner. Er sagte zur Idee einer Offshore-Netzgesellschaft: "Durch eine Mehrheitsbeteiligung des Bundes kann eine ausreichende Eigenkapital-Ausstattung sichergestellt werden." So lasse sich das Vertrauen von Investoren zurückgewinnen.



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