Netzagentur will Handy-Nutzern bei Problemen mit EU-Tarifen helfen
dpa
Bonn (AFP) - Verbraucher können sich bei Problemen mit der Umstellung auf die neuen EU-Tarife für Handy-Auslandsgespräche notfalls an die Behörden wenden. Zunächst sollten sich Handy-Nutzer bei ihren Mobilfunkanbieter beschweren, wenn sie nicht ordnungsgemäß auf die neuen Tarife umgestellt würden, teilte die Bundesnetzagentur am Freitag mit. Sollte dies nichts nutzen, kann sich jeder Handy-Kunde an den Verbraucherservice der Bundesnetzagentur wenden. Das Gesetz für neue Handy-Tarife gilt ab am Samstag. Künftig dürfen Handy-Gespräche im EU-Ausland nur noch rund 58 Cent pro Minute mit Mehrwertsteuer kosten, eingehende Anrufe aus dem Heimatland höchstens rund 29 Cent.
Bis zum 30. Juli muss dann jeder Handy-Nutzer von seinem Anbieter über das neue Angebot informiert werden. Dann muss der Kunde den Tarif aktiv beantragen und wird spätestens einen Monat danach umgestellt. Wer nicht reagiert, wird nach spätestens zwei Monaten auf den neuen Tarif geschaltet. Wer sich schon vor dem 30. Juni für einen speziellen Auslandstarif eines Betreibers entschieden hat, muss sich aktiv für den EU-Tarif entscheiden oder wird nicht umgestellt.
"Wichtig ist, sich genau zu informieren und neue Angebote kritisch zu prüfen", erklärte Bundesnetzagentur-Chef Matthias Kurth. "Wer jetzt handelt, kann früher umgestellt werden und daher mehr sparen", fügte er hinzu. Der Mobilfunkanbieter T-Mobile hat bereits angekündigt, einen Teil seiner Kunden bereits zum 1. Juli auf die neuen Tarife umzustellen. Die deutschen Konkurrenten Vodafone, E-Plus und O2 wollen dies frühesten Ende Juli oder Anfang August tun.
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